Dysgnathie-OP – Behandlung in 1190 Wien

Eine harmonische Kiefer- und Zahnstellung ist nicht nur entscheidend für ein schönes Lächeln, sondern auch für funktionelles Kauen, Sprechen und eine gesunde Kiefergelenksfunktion. Wenn Ober- und Unterkiefer jedoch in ihrer Lage stark voneinander abweichen, kann dies weitreichende Folgen haben – funktionell, gesundheitlich und ästhetisch. In der Praxis von ao. Univ. Prof. DDr. Arne Wagner, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Wien, werden solche Fehlstellungen mit modernsten Methoden behandelt.

Die kieferorthopädische Chirurgie, auch Dysgnathiechirurgie genannt, vereint die präzise Arbeit der Kieferorthopädie mit der chirurgischen Korrektur des Kiefers. Ziel ist es, die Funktion und Ästhetik des Gesichts dauerhaft zu verbessern und Beschwerden zu beseitigen.

Was ist eine Dysgnathie?

Unter einer Dysgnathie versteht man eine Fehlstellung von Oberkiefer, Unterkiefer oder beiden Kiefern zueinander. Das bedeutet, dass die Zähne beim Schließen des Mundes nicht richtig aufeinandertreffen. Die Ursache kann genetisch bedingt sein, aber auch durch Wachstumsstörungen, Unfälle oder Entwicklungsabweichungen entstehen.

Eine solche Kieferfehlstellung betrifft nicht nur die Zähne, sondern auch Muskeln, Gelenke und die gesamte Gesichtsstruktur. Sie kann sich daher sowohl funktionell als auch ästhetisch bemerkbar machen.

Welche Symptome deuten auf eine Dysgnathie hin?

Typische Symptome einer Dysgnathie sind:

  • Schwierigkeiten beim Kauen oder Abbeißen
  • undeutliche Aussprache oder Lispeln
  • Verspannungen in Kiefer, Nacken oder Schulter
  • Schmerzen oder Knacken im Kiefergelenk
  • sichtbare Asymmetrien oder ein unausgewogenes Gesichtsprofil

Neben den funktionellen Problemen empfinden viele Betroffene die Veränderung des Gesichtsprofils als störend, etwa bei einem zu weit vorstehenden Kinn, einem Rückbiss oder einem offenen Biss.

Leichte Abweichungen lassen sich häufig kieferorthopädisch mit einer Zahnspange behandeln. Wenn jedoch die Ursache im Kieferknochen selbst liegt, ist eine chirurgische Korrektur erforderlich, um die Funktion und Ästhetik dauerhaft zu harmonisieren.

Wie wird eine Dysgnathie festgestellt?

Die Diagnose einer Dysgnathie erfordert eine genaue Analyse des gesamten Kausystems, da nicht nur die Zahnstellung, sondern auch die Kiefergelenke, Muskeln und die Gesichtsstruktur betroffen sind. In der Praxis von ao. Univ. Prof. DDr. Arne Wagner in Wien beginnt die Diagnostik mit einem ausführlichen Gespräch, in dem Beschwerden, Vorbehandlungen und individuelle Wünsche besprochen werden. Anschließend erfolgt eine umfassende klinische Untersuchung, bei der der Biss, die Kieferbewegungen und das Gesichtsprofil beurteilt werden.

Für eine exakte Analyse werden moderne digitale Verfahren eingesetzt. Dazu zählen 3D-Scans der Zähne, Röntgenaufnahmen und gegebenenfalls eine Digitale Volumentomographie (DVT). Diese dreidimensionale Bildgebung ermöglicht eine präzise Darstellung der Knochenstruktur, der Zahnwurzeln und der Lage der Kiefergelenke.

Zusätzlich werden Fotos und digitale Abdrücke angefertigt, um die Position von Ober- und Unterkiefer zueinander exakt beurteilen zu können. In Zusammenarbeit mit der Kieferorthopädie wird dann eine detaillierte Behandlungsplanung erstellt. Dabei wird festgelegt, ob eine reine kieferorthopädische Behandlung ausreicht oder ob eine chirurgische Korrektur notwendig ist.

Welche Folgen hat eine unbehandelte Dysgnathie?

Eine ausgeprägte Kieferfehlstellung kann weitreichende Folgen haben – sowohl körperlich als auch psychisch.

Funktionelle Folgen:

  • Einschränkungen beim Kauen und Abbeißen, was die Ernährung beeinflussen kann
  • Überbelastung einzelner Zähne mit erhöhter Abnutzung oder Zahnlockerung
  • Kiefergelenksbeschwerden wie Knacken, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen
  • Verspannungen und Schmerzen im Nacken-, Schulter- oder Kopfbereich
  • in schweren Fällen auch Beeinträchtigungen der Atemwege (zum Beispiel Schnarchen oder Schlafapnoe)

Ästhetische und psychische Folgen:

  • sichtbare Gesichtsasymmetrie oder unausgewogene Proportionen
  • beeinträchtigtes Selbstbewusstsein und Unsicherheit im sozialen Umfeld
  • Hemmungen beim Lächeln oder Sprechen

Unbehandelt kann eine Dysgnathie somit langfristig zu funktionellen Störungen, Schmerzen und ästhetischen Problemen führen.

Wann ist eine Dysgnathie-Operation medizinisch notwendig?

Eine Operation ist dann angezeigt, wenn die Fehlstellung des Kiefers nicht allein durch kieferorthopädische Maßnahmen (also eine Spange) korrigiert werden kann.

Medizinische Gründe für eine Dysgnathie-OP sind unter anderem:

  • Eine korrekte Verzahnung ist trotz kieferorthopädischer Behandlung nicht erreichbar.
  • Es bestehen funktionelle Einschränkungen beim Kauen, Sprechen oder Schlucken.
  • Es treten Kiefergelenksbeschwerden oder Kopfschmerzen auf.
  • Es liegt eine starke ästhetische Disharmonie des Gesichts vor, etwa ein zu kurzer Oberkiefer oder ein zu weit vorstehender Unterkiefer.
  • Nach Unfällen oder vor einer geplanten Implantatversorgung ist eine knöcherne Korrektur erforderlich.

Neben der funktionellen Wiederherstellung steht auch das Ziel im Vordergrund, ein harmonisches Gesichtsprofil zu schaffen, das zu den individuellen Proportionen passt.

 

Für wen ist eine kieferorthopädisch-chirurgische Behandlung geeignet?

Eine kombinierte Behandlung ist besonders geeignet für Patienten mit:

  • ausgeprägtem Vorbiss oder Rückbiss
  • offenem Biss oder Kreuzbiss
  • seitlicher Kieferasymmetrie
  • Beschwerden im Kiefergelenk durch Fehlbelastung
  • funktionellen Einschränkungen beim Kauen oder Sprechen
  • ästhetisch störendem Gesichtsprofil

Oft sind es junge Erwachsene, die sich für eine Dysgnathie-Operation entscheiden, da das Wachstum in dieser Lebensphase abgeschlossen ist. Aber auch ältere Patienten profitieren deutlich von einer Korrektur.

Wie läuft die Behandlung in Wien ab?

Kieferorthopädische Vorbereitung

Zunächst erfolgt die Vorbereitung durch eine festsitzende Zahnspange, mit der die Zahnbögen so ausgerichtet werden, dass Ober- und Unterkiefer nach der Operation exakt zueinander passen. Diese Phase kann, abhängig vom individuellen Befund, mehrere Monate dauern. Während der Operation bleibt die Spange im Mund, da sie als Orientierung für die präzise Positionierung der Kiefer dient.

Ziel dieser Phase ist es, die Zähne in die korrekte Stellung zu bringen, damit die chirurgische Korrektur später millimetergenau erfolgen kann. Durch diese enge Abstimmung wird sichergestellt, dass die postoperative Verzahnung stabil und funktionell optimal ist.

Operativer Eingriff in Vollnarkos

Der eigentliche operative Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt und erfolgt vollständig über die Mundhöhle. Sichtbare Narben im Gesicht entstehen dabei nicht. Je nach Art der Fehlstellung wird entweder der Oberkiefer, der Unterkiefer oder beide Kiefer verlagert und mit kleinen Titanplatten und -schrauben fixiert. Diese stabilisieren den Knochen während der Heilungsphase und müssen in der Regel nicht entfernt werden.

Der Eingriff dauert meist zwischen zwei und vier Stunden, abhängig von der Komplexität der Kieferbewegung. Nach der Operation bleiben die Patienten einige Tage stationär, um die erste Heilungsphase zu überwachen. Bereits kurz nach dem Eingriff kann gesprochen und getrunken werden, feste Nahrung sollte jedoch zunächst vermieden werden. In den ersten Wochen nach der Operation ist weiche Kost empfehlenswert, um den Kiefer zu entlasten und die Heilung zu fördern.

Nachbehandlung und Feineinstellung

Nach der Operation beginnt die Phase der Feineinstellung durch die Kieferorthopädie. Hier wird der Biss durch kleine Anpassungen weiter optimiert, bis die ideale Verzahnung erreicht ist. Anschließend sorgen Retainer oder transparente Schienen dafür, dass das erzielte Ergebnis langfristig stabil bleibt.

Regelmäßige Kontrollen bei DDr. Wagner sind in dieser Zeit besonders wichtig. Sie dienen dazu, den Heilungsverlauf zu begleiten, eventuelle Beschwerden frühzeitig zu erkennen und das funktionelle Ergebnis dauerhaft zu sichern.

Welche chirurgischen Verfahren werden angewendet?

Je nach Art, Ausprägung und Richtung der Kieferfehlstellung werden unterschiedliche Operationstechniken angewendet. Ziel ist immer, die Kiefer zueinander und zum restlichen Gesicht in ein natürliches Gleichgewicht zu bringen.

Oberkieferverlagerung (Le-Fort-I-Osteotomie)

Dieses Verfahren wird angewendet, wenn der Oberkiefer zu weit vorne, hinten, oben oder unten liegt. Durch eine präzise Knochenverlagerung wird die Position korrigiert und anschließend mit feinen Titanplatten fixiert. Dadurch lassen sich sowohl funktionelle als auch ästhetische Verbesserungen erzielen, etwa bei einem langen Gesicht oder einem offenen Biss.

Unterkieferverlagerung (BSSO – Bilaterale sagittale Spaltung des Unterkiefers)

Wenn der Unterkiefer zu weit zurück- oder vorsteht, wird er entlang einer speziellen Schnittführung mobilisiert und in die richtige Position verschoben. Auch hier sorgen kleine Titanplatten für Stabilität während der Heilung. Dieses Verfahren ist besonders häufig bei Vorbiss- oder Rückbisspatienten notwendig.

Bignathe Umstellungsosteotomie

Bei komplexen Fehlstellungen, bei denen sowohl Ober- als auch Unterkiefer betroffen sind, erfolgt eine kombinierte Operation. Durch die gleichzeitige Korrektur beider Kiefer kann die gesamte Gesichtsproportion harmonisiert werden. Diese Methode führt zu besonders ausgewogenen ästhetischen Ergebnissen.

Chirurgisch unterstützte Gaumennahterweiterung (SARME)

Bei einem zu schmalen Oberkiefer wird die sogenannte Gaumennahterweiterung angewendet. Dabei wird der Knochen sanft gelockert und mithilfe eines kieferorthopädischen Geräts langsam verbreitert. So entsteht genügend Platz für die Zähne und eine stabile Bisslage.

Kinnkorrektur (Genioplastik)

Ergänzend kann eine Kinnkorrektur durchgeführt werden, wenn dies das Gesichtsprofil optisch ausgleicht. Das Kinn kann nach vorn, hinten, oben oder unten verlagert werden, um die Gesichtsästhetik zu harmonisieren und die Wirkung der Kieferkorrektur zu unterstützen.

Welche Methode im Einzelfall angewendet wird, hängt immer von der individuellen Anatomie, der Funktion und den ästhetischen Zielen ab.

Wie lange dauert die Heilung nach einer Kieferoperation?

Die ersten Tage nach dem Eingriff sind von Schwellung und einem leichten Druckgefühl geprägt. Diese klingen in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen deutlich ab.

In dieser Zeit empfiehlt sich weiche Kost und körperliche Schonung. Nach etwa sechs Wochen ist der Kiefer meist wieder belastungsstabil, sportliche Aktivitäten können schrittweise wieder aufgenommen werden.

Eine vollständige Knochenheilung dauert einige Monate, weshalb regelmäßige Kontrollen wichtig sind.

Wie lange dauert die gesamte Behandlung?

Die gesamte Behandlung, von der kieferorthopädischen Vorbereitung über die Operation bis zur Retentionsphase, erstreckt sich in der Regel über zwölf bis 24 Monate. Diese Zeit ist notwendig, um die Zähne und Kieferknochen behutsam in ihre neue Position zu bringen und das Ergebnis stabil zu verankern.

Der chirurgische Eingriff selbst dauert je nach Umfang zwischen ein und vier Stunden. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel drei bis fünf Tage. Nach etwa zwei Wochen sind die meisten Patienten wieder arbeitsfähig.

Welche Risiken bestehen bei einer Dysgnathie-OP?

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen auch hier gewisse Risiken. Dazu zählen:

  • vorübergehende Schwellungen und Blutergüsse
  • Nachblutungen oder Infektionen
  • vorübergehende Taubheitsgefühle im Lippen- oder Kinnbereich
  • in seltenen Fällen dauerhafte Sensibilitätsveränderungen

Dank moderner Operationsmethoden, erfahrener Chirurgie und präziser 3D-Planung sind Komplikationen heute jedoch selten.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Kieferoperation?

Die Kostenübernahme hängt von der medizinischen Indikation und dem Versicherungsvertrag ab. Bei ausgeprägten Fehlstellungen, die funktionelle Einschränkungen verursachen, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Behandlung nach vorheriger Genehmigung. Privatversicherungen oder Zusatzversicherungen erstatten die Kosten je nach Tarif.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Situation medizinisch indiziert ist, beraten wir Sie gerne persönlich.

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