Zahnimplantate gelten als eine der modernsten und zuverlässigsten Formen des Zahnersatzes. Sie ersetzen fehlende Zähne dauerhaft, fühlen sich natürlich an und geben Ihnen die volle Kaufunktion zurück. Damit ein Implantat über viele Jahre stabil bleibt, braucht es allerdings gesunde Strukturen im umgebenden Gewebe. Wie bei natürlichen Zähnen kann sich auch rund um ein Implantat eine Entzündung entwickeln. Diese wird als Periimplantitis bezeichnet und sollte frühzeitig erkannt und behandelt werden, um den langfristigen Halt des Implantats zu sichern.
In der Praxis von ao. Univ. Prof. DDr. Arne Wagner in Wien liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Früherkennung und Behandlung von Periimplantitis. Durch moderne 3D-Diagnostik, Lasertherapie und mikrochirurgische Verfahren können wir Entzündungen gezielt stoppen und die Stabilität des Implantats wiederherstellen. Ziel ist immer, Ihr Implantat zu erhalten – sicher, schonend und nachhaltig.
Was ist eine Periimplantitis?
Die Periimplantitis ist eine Entzündung des Gewebes, das das Implantat umgibt. Sie betrifft sowohl das Zahnfleisch als auch den Kieferknochen, in den das Implantat eingebettet ist. Anfangs handelt es sich meist um eine oberflächliche Entzündung des Zahnfleischs, die sogenannte Mukositis. In diesem frühen Stadium ist die Erkrankung vollständig heilbar. Wenn sie jedoch unbehandelt bleibt, breitet sich die Entzündung auf das tieferliegende Gewebe aus. Bakterien zerstören nach und nach die Knochenstruktur, und das Implantat verliert an Halt. Im schlimmsten Fall kann es sich lockern oder verloren gehen.
Das Tückische an der Periimplantitis ist ihr schleichender Verlauf. Viele Patienten bemerken anfangs keine Beschwerden. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen besonders wichtig, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen.
Was sind die Ursachen einer Periimplantitis?
Die häufigste Ursache einer Periimplantitis ist eine unzureichende Mundhygiene. Bleiben Speisereste und Bakterien auf der Implantatoberfläche oder an schwer zugänglichen Stellen unter der Krone zurück, können sich Entzündungen entwickeln. Besonders anfällig sind die Übergangsbereiche zwischen Zahnfleisch, Abutment und Krone, also die Verbindung zwischen Implantat und Zahnersatz.
Darüber hinaus gibt es verschiedene Risikofaktoren, die eine Periimplantitis begünstigen können. Dazu gehören Rauchen, Diabetes, Osteoporose oder die Einnahme bestimmter Medikamente, die das Immunsystem schwächen oder die Knochenstruktur beeinflussen. Auch Patienten, die bereits unter einer Parodontitis gelitten haben, haben ein erhöhtes Risiko, da die Bakterien, die Zahnfleischentzündungen auslösen, ähnliche Schäden am Implantat verursachen können.
Fehlbelastungen durch schlecht sitzenden Zahnersatz oder eine unzureichende Verankerung können die Situation zusätzlich verschärfen. Daher ist es wichtig, dass Implantate von Anfang an sorgfältig geplant und regelmäßig überprüft werden.

Welche Symptome weist eine Periimplantitis auf?
Oft beginnt die Entzündung unauffällig. Erst wenn sich das Zahnfleisch rötet, anschwillt oder beim Putzen blutet, werden die ersten Warnsignale sichtbar. Manche Patienten bemerken auch einen unangenehmen Geschmack im Mund oder Mundgeruch, der auf eine bakterielle Aktivität hinweist.
Mit fortschreitender Entzündung kann sich das Zahnfleisch zurückziehen, wodurch der obere Rand des Implantats sichtbar wird. Später können Schmerzen beim Kauen oder Druckgefühl im Kiefer hinzukommen. In schweren Fällen lockert sich das Implantat, weil der Knochen seine Stabilität verliert.
Wichtig ist, bei den ersten Anzeichen nicht abzuwarten. Eine frühe Untersuchung kann verhindern, dass die Entzündung tiefer in den Knochen eindringt.
Wie wird eine Periimplantitis diagnostiziert?
In unserer Praxis in Wien erfolgt zunächst eine gründliche Untersuchung des Implantats und des umliegenden Zahnfleisches. Wir prüfen, ob es Anzeichen für Blutungen, Schwellungen oder Zahnfleischrückgang gibt. Zusätzlich messen wir mit speziellen Instrumenten die Tiefe der Zahnfleischtaschen rund um das Implantat.
Um das Ausmaß der Entzündung und den Knochenabbau beurteilen zu können, werden Röntgenaufnahmen oder 3D-Bilder mit einem digitalen Volumentomographen (DVT) angefertigt. Diese Aufnahmen zeigen sehr genau, ob und in welchem Umfang sich der Knochen bereits zurückgebildet hat. In manchen Fällen führen wir auch spezielle Tests durch, um die bakterielle Aktivität im Mund zu messen. So lässt sich die passende Behandlung gezielt planen.
Wie wird eine Periimplantitis behandelt?
Das Ziel jeder Periimplantitis-Therapie ist die Beseitigung der bakteriellen Entzündung und die Stabilisierung des Implantats. Je nach Stadium der Erkrankung kommen verschiedene Maßnahmen zum Einsatz:
Professionelle Implantatreinigung (PZR)
Im Frühstadium kann eine gründliche Reinigung mit speziellen Instrumenten und Ultraschallgeräten ausreichend sein. Dabei werden Beläge und Bakterien entfernt, die Implantatoberflächen poliert und das Zahnfleisch desinfiziert.
Antibakterielle Behandlung
Antibakterielle Spüllösungen oder lokale Medikamente reduzieren Keime und unterstützen die Heilung. Diese Methode eignet sich vor allem bei beginnender Entzündung.
Photodynamische Therapie (Laserbehandlung)
Bei fortgeschrittener Periimplantitis setzen wir den Helbo-Laser ein. Mithilfe einer speziellen Farbstofflösung werden Bakterien gezielt markiert und anschließend durch Laserlicht zerstört – schonend, schmerzarm und ohne Antibiotika.
Chirurgische Therapie mit Knochenaufbau
Wenn die Entzündung bereits Knochensubstanz zerstört hat, kann ein mikrochirurgischer Eingriff notwendig werden. Dabei werden entzündete Gewebeanteile entfernt und der Knochen mit Knochenersatzmaterialien wieder aufgebaut, um dem Implantat Stabilität zurückzugeben.

Wie kann man einer Periimplantitis vorbeugen?
Eine Periimplantitis lässt sich in den meisten Fällen vermeiden, wenn Implantate richtig gepflegt werden. Gründliches Zähneputzen, die Reinigung der Zwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen und die Verwendung von milden antibakteriellen Mundspülungen sind die Basis einer guten Implantatpflege.
Darüber hinaus sollten Sie regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen. Gerade bei Implantatträgern empfiehlt sich ein Rhythmus von drei bis sechs Monaten, um Beläge und Bakterien auch an schwer zugänglichen Stellen zu entfernen.
Auch der Lebensstil hat einen Einfluss. Beispielsweise erhöht Rauchen das Risiko für Entzündungen erheblich, da es die Durchblutung des Zahnfleisches verschlechtert und die Heilungsprozesse hemmt. Eine ausgewogene Ernährung und eine gute allgemeine Gesundheit unterstützen die Abwehrkräfte des Körpers und tragen dazu bei, Entzündungen zu vermeiden.
Wann sollte eine Periimplantitis behandelt werden?
Je früher die Periimplantitis erkannt wird, desto einfacher und erfolgreicher ist die Behandlung. In den ersten Stadien kann die Entzündung meist vollständig gestoppt werden. Wenn der Knochenabbau bereits fortgeschritten ist, ist ein chirurgischer Eingriff oft die einzige Möglichkeit, das Implantat zu retten.
Zögern Sie daher nicht, wenn Sie Veränderungen bemerken. Auch leichte Symptome wie Zahnfleischbluten oder Mundgeruch sollten ernst genommen werden. Eine frühzeitige Untersuchung kann den Unterschied zwischen Erhalt und Verlust eines Implantats ausmachen.
Ihre Spezialist für Periimplantitis in Wien
In der Praxis von ao. Univ. Prof. DDr. Arne Wagner im 19. Bezirk in Wien stehen Präzision, Erfahrung und ein ganzheitlicher Behandlungsansatz im Vordergrund. Wir kombinieren moderne Diagnostik mit schonenden Therapieverfahren, um Entzündungen effektiv zu behandeln und Ihre Implantate langfristig zu erhalten.
Periimplantitis ist behandelbar, vor allem dann, wenn sie früh erkannt wird. Wenn Sie also Rötungen, Druckgefühle odr Veränderungen rund um ein Implantat bemerken, lassen Sie sich beraten. In einem persönlichen Gespräch klären wir die Ursachen, zeigen die besten Behandlungsmöglichkeiten auf und entwickeln gemeinsam ein Konzept für den langfristigen Erhalt Ihrer Implantate. So bleibt Ihr Lächeln gesund, stabil und natürlich – viele Jahre lang.